Fellner: „Die Holzstraße ist ein Kraftpaket für den ländlichen Raum“
Unter dem Motto „Tradition trifft drei Bundesländer“ wurde auf der Flattnitz der 30. Holzstraßenkirchtag gefeiert. Die zweitägige Jubiläumsveranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie eng Forstwirtschaft, regionales Handwerk, Brauchtum und moderne Technologien miteinander verbunden sind. Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist der Holzstraßenkirchtag weit mehr als ein traditionelles Fest:
„Die Holzstraße ist ein Paradebeispiel für gelebte Solidarität, nachhaltige Regionalentwicklung und eine starke Zusammenarbeit über geografische Grenzen hinweg.“
Wertschöpfung bleibt in der Region
Gerade in den ländlichen und alpinen Regionen sei Holz keine nostalgische Erinnerung, sondern ein unverzichtbares wirtschaftliches Standbein für zahlreiche Familienbetriebe, betonte Fellner.
„Durch die Verbindung von Tradition, fachlichem Wissen und zukunftsfähigen Technologien entsteht eine Wertschöpfung, die direkt vor Ort bleibt. Die Forstwirtschaft und das heimische Handwerk schaffen Einkommen, sichern Arbeitsplätze und stärken unsere Täler“,
so der Landeshauptmann. Der Holzstraßenkirchtag mache diese wirtschaftliche Bedeutung sichtbar und für die Bevölkerung unmittelbar erlebbar. Die Besucherinnen und Besucher könnten nachvollziehen, welche Arbeit hinter der Pflege und der gesetzlich vorgeschriebenen Bewirtschaftung der heimischen Wälder stehe.
Gemeinschaft als Stärke des ländlichen Raums
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung hob Fellner insbesondere den gesellschaftlichen Wert der Veranstaltung hervor. Der Kirchtag sei ein wichtiger Begegnungsraum, der Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Generationen zusammenbringe.
„Geselligkeit, gemeinsames Feiern und das Bewahren von Traditionen sind wichtige Kraftquellen für unsere Gemeinschaft. Was vor drei Jahrzehnten als Initiative zur Selbsthilfe begonnen hat, liefert heute moderne Antworten auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen“,
erklärte Fellner. Die Holzstraße zeige, wie regionale Identität zu einem konkreten Standortvorteil werden könne.
„Gelebte Identität schafft Wertschöpfung und Einkommen. Gleichzeitig stärkt sie das gesellschaftliche Zusammenleben und sichert den ländlichen Raum“,
so Fellner.
Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg
Ein besonderer Schwerpunkt lag heuer auf der Zusammenarbeit zwischen Kärnten, Salzburg und der Steiermark. Dass die drei Bundesländer auf der Flattnitz gemeinsam feiern, ihre Betriebe präsentieren und Erfahrungen austauschen, sei ein starkes Zeichen für eine moderne Regionalpolitik.
„Erfolg funktioniert im Team. Die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg macht unsere Regionen stärker und krisenfester. Sie ist ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum und zu den Menschen, die dort leben und arbeiten“,
betonte Fellner. Rund 140 Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten beim Jubiläum die gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Bandbreite der Holz- und Forstwirtschaft. Zu den Höhepunkten zählten die Waldarbeitsmeisterschaften, ein Krämermarkt, eine Trachtenmodenschau, ein Frühschoppen sowie ein umfangreiches Familienprogramm. Fellner dankte allen, die den Holzstraßenkirchtag in den vergangenen 30 Jahren aufgebaut und weiterentwickelt haben:
„Mein großer Dank gilt den regionalen Betrieben, den Ausstellerinnen und Ausstellern, den Handwerkerinnen und Handwerkern und vor allem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Sie alle machen den Holzstraßenkirchtag zu einem starken Schaufenster für unsere Regionen.“